3. INDIZIEN

Nicht zum ersten Mal ist ein Supermarkt Tatort eines brutalen und hinterhältigen Verbrechens geworden. Die Täter täuschen das Opfer zunächst mit ihrem sympathischen und ansprechenden Auftreten, und dann schlagen Sie böswillig zu. Wie in vergangenen Verbrechen, treten auch in diesem Fall immer wieder die gleichen Indizien zutage.

Im Einkaufswagen des Opfers wurden folgende Indizien sichergestellt:


Indiz Nr. 1:

Ein fettarmer Käse, 17 % Fett absolut, der Marke „Du zahlst“

Indiz Nr. 2:

Zwei kalorienreduzierte Erdbeer-Joghurts mit 0,1% Fett

Indiz Nr. 3:

Sechs zucker-reduzierte Obstwinzlinge


Das sollten Sie noch wissen“

Die wahre Diät-Qualität von Lebensmitteln

Kalorien sind nicht gleich Kalorien. Sport- und Ernährungswissenschaftler empfehlen: nicht mehr als 30 Prozent der gesamten aufgenommenen Kalorien sollten aus dem Fettanteil der Nahrung kommen. Die restlichen 70 Prozent sollten idealerweise aus Eiweiß und komplexen Kohlenhydraten bestehen. Bei sehr vielen  Nahrungsmitteln ist das Verhältnis jedoch genau umgekehrt.

Zahlreiche Lebensmittel versprechen mehr „Diät“, als sie halten. Besonders negativ in den Augen der Ernährungswissenschaftler ist vorgefertigtes Essen. Fertiggerichte, Pulversoßen und Fertigsuppen, also alles was möglichst kostengünstig zusammengemischt wird, führt den Verbraucher häufig in die Irre. Zwar steht auf der Packung eine Gesamtkalorienzahl, die manchmal sogar niedrig ist. Der größte Anteil der enthaltenen Kalorien stammt jedoch häufig aus billigem Zucker und Fett. Damit sind diese Produkte längst nicht so „gesund“ oder für eine fitnessorientierte Ernährung geeignet, wie es auf den ersten Blick scheint.  

Mit der einfachen Dreh-Rechenscheibe, dem „Fat Finder“, die von der Deutschen Gesellschaft für angewandte Sportwissenschaft (DEGASPORT) herausgegeben wird, kann man den prozentualen Anteil der Fettkalorien an den Gesamtkalorien leicht selbst ermitteln – und dabei so manche Überraschung erleben. „Die Herstellerangaben über Kalorien und Fettanteil in Gramm vermitteln oft einen geschönten Diät-Eindruck über Lebensmittel, die man besser ganz aus dem Speiseplan verbannen sollte“, so Diplom-Sportwissenschaftler Michael Marx von DEGASPORT.

 

 

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